In letzter Zeit geht es mir mies.
Ich kann mir den Grund nicht erklären.
Mein Privatleben ist vorbildlich, ich liebe meinen überschaubaren, aber ehrlichen Freundeskreis, mein Job macht mir Spaß.
Also, was ist es?
Vermutlich bin ich nicht so anders, wie viele andere auch, kann aber nur für mich sprechen.
Ich habe immer gesucht.
Ich habe meinen Platz im Leben gesucht, den Job, der mich befriedigt, die Liebe meines Lebens und einen Ort, an dem ich mich wohl fühle.
Ich war immer auf dem Sprung, nie bereit, mich auf einen Menschen einzulassen, mir immer die Möglichkeit des Umzugs offen lassend.
Wo anders ist es womöglich schöner.
Ein Anderer passt vermutlich besser zu mir.
Jetzt habe ich seit Jahren eine funktionierende Beziehung.
Ich weiß nicht, wie es passierte, aber wir passen zueinander wie zwei alte Stiefel. Ich möchte diesen Menschen nicht mehr missen.
Immer war ich der Überzeugung, dass Menschen sich verändern, weiterentwickeln, dass ein Paar sich auch auseinander entwickelt und dann trennen sollte. Immer habe ich damit gerechnet.
Nun möchte ich mir das nicht vorstellen. Ich weiss nicht, wie das gehen sollte ohne diesen einen, bedeutenden Menschen in meinem Leben. Es ist jemand, mit dem ich alt werden will.
Zum ersten Mal im Leben habe ich eine Wohnung bezogen, aus der ich nicht unter Umständen schnell weg kann. Ich liebe diesen Platz und fühle mich hier absolut wohl.
Um es mit Michael Jackson zu sagen: "This is it!"
Nun bin ich zu Hause.
Eingerichtet in meinem Leben.
Und ich denke, dass es genau dieser Umstand ist, der mir Angst macht.
Dass ich nicht mehr suche.
Dass dieses Leben das ist, was ich gesucht habe, dass ich angekommen bin und nicht mehr suchen muss, weil es keine Alternative gibt. Oder, dass die Alternative nur schlechter sein kann.
Das macht mir Angst.
Manchmal sucht man nicht des Findens wegen, sondern des Suchens.
Das Suchen ist kein Weg zum Ziel, das Suchen ist das Ziel.
Wenn man feststellt, dass sich das Ziel geändert hat, dass es nicht mehr besteht, kann man sich entweder mit diesem Gedanken anfreunden, oder rebellieren.
Ich freunde mich an.
Und ich bin dankbar.
Für das Verständnis, das mein Partner aufbringt.
Dass er mich gehen lässt, wenn ich zu gehen wünsche, aber seine Tür offen lässt.
Dass er meine Zweifel versteht.
Oder, falls er sie nicht versteht, dass er sie zumindest akzeptiert. Und mich, so wie ich bin.
Das ist Liebe.
This is it.
Was das alles mit dem Titel zu tun hat?
History´s repeating.
Die Rente ist sicher und Twitter ist seltsam
Vor 2 Tagen
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