3. Januar 2010

Das hat doch alles keinen Zweck!

Mir geht in letzter Zeit etwas durch den Kopf.
Ich bin etwas festgefahren..
Einerseits möchte ich raus aus dem, was den ganzen Tag so meinen Tag ausmacht, möchte mehr ich selbst, oder zumindest das, was meine derzeitige Laune für "mich selbst" hält.
Auf der anderen Seite ist ja alles ganz nett eingerichtet.
Und weil es eben so nett ist und man irgendwie da ist.. Wo soll das hinführen? Muss alles irgendwohin führen? Oder kann ich die Zeit, die jetzt gerade ist, einfach geniessen, kann ich alles einfach laufen und mich überraschen lassen?

Wenn ich einen Job habe, der mich erfüllt, muss ich nach Beförderung streben?
Wenn ich eine Beziehung habe, die funktioniert, muss ich irgendwann heiraten wollen? Was ist, wenn es ein Part nicht will, soll man sich dann trennen?

Muss es immer eine Steigerung vom "status quo" geben müssen, muss man immer was ändern, verbessern wollen?

Ich fühle mich nicht unwohl. Und doch gibt es einen Teil von mir, der unterdrückt wird. Der Teil möchte wieder leben.

Ich habe ja mal bei twitter gepostet, dass es doch keinen Sinn mache, gegen sich selbst zu kämpfen, man solle sich einfach akzeptieren.

Dass das oft nicht geht, weiß ich natürlich. Ich werde sehen.

Ach, da fällt mir noch ein: Wenn Frauen ihre Frisuren ändern, wollen sie eigentlich was anderes ändern, heißt es.
Gilt das für Männer auch?

8. November 2009

Wie ich, was ich bin, wurde, oder auch "Der Apfel fällt doch nicht weit vom Stamm" oder aber "Gefühlsschwankungen de Luxe"

In letzter Zeit geht es mir mies.
Ich kann mir den Grund nicht erklären.

Mein Privatleben ist vorbildlich, ich liebe meinen überschaubaren, aber ehrlichen Freundeskreis, mein Job macht mir Spaß.
Also, was ist es?

Vermutlich bin ich nicht so anders, wie viele andere auch, kann aber nur für mich sprechen.

Ich habe immer gesucht.
Ich habe meinen Platz im Leben gesucht, den Job, der mich befriedigt, die Liebe meines Lebens und einen Ort, an dem ich mich wohl fühle.
Ich war immer auf dem Sprung, nie bereit, mich auf einen Menschen einzulassen, mir immer die Möglichkeit des Umzugs offen lassend.
Wo anders ist es womöglich schöner.
Ein Anderer passt vermutlich besser zu mir.

Jetzt habe ich seit Jahren eine funktionierende Beziehung.
Ich weiß nicht, wie es passierte, aber wir passen zueinander wie zwei alte Stiefel. Ich möchte diesen Menschen nicht mehr missen.
Immer war ich der Überzeugung, dass Menschen sich verändern, weiterentwickeln, dass ein Paar sich auch auseinander entwickelt und dann trennen sollte. Immer habe ich damit gerechnet.
Nun möchte ich mir das nicht vorstellen. Ich weiss nicht, wie das gehen sollte ohne diesen einen, bedeutenden Menschen in meinem Leben. Es ist jemand, mit dem ich alt werden will.

Zum ersten Mal im Leben habe ich eine Wohnung bezogen, aus der ich nicht unter Umständen schnell weg kann. Ich liebe diesen Platz und fühle mich hier absolut wohl.
Um es mit Michael Jackson zu sagen: "This is it!"

Nun bin ich zu Hause.
Eingerichtet in meinem Leben.

Und ich denke, dass es genau dieser Umstand ist, der mir Angst macht.
Dass ich nicht mehr suche.
Dass dieses Leben das ist, was ich gesucht habe, dass ich angekommen bin und nicht mehr suchen muss, weil es keine Alternative gibt. Oder, dass die Alternative nur schlechter sein kann.

Das macht mir Angst.

Manchmal sucht man nicht des Findens wegen, sondern des Suchens.
Das Suchen ist kein Weg zum Ziel, das Suchen ist das Ziel.
Wenn man feststellt, dass sich das Ziel geändert hat, dass es nicht mehr besteht, kann man sich entweder mit diesem Gedanken anfreunden, oder rebellieren.

Ich freunde mich an.

Und ich bin dankbar.
Für das Verständnis, das mein Partner aufbringt.
Dass er mich gehen lässt, wenn ich zu gehen wünsche, aber seine Tür offen lässt.
Dass er meine Zweifel versteht.
Oder, falls er sie nicht versteht, dass er sie zumindest akzeptiert. Und mich, so wie ich bin.
Das ist Liebe.
This is it.


Was das alles mit dem Titel zu tun hat?
History´s repeating.

5. November 2009

Wirst du dich erinnern?

wirst du dich erinnern, den tag
meines abschieds im herzen wahren?
wirst du ganz für dich,
im stillen schmerz verharren?

Ist Herbst draußen..

und ich fühle mich so..

Warum "Leben für Anfänger"?

Tja, warum eigentlich.
Zum einen, weil ich mich immer wieder über Menschen wundere, die die- wie ich finde- einfachsten Dinge nicht kennen oder verstehen.
Und zum Anderen, weil ich selbst staunend durchs Leben gehe und immer wieder Sachen entdecke, die mir bis dato unbekannt waren.
Oder aber Antworten sehr umständlich suche, obwohl sie ganz einfach zu finden sind..

Ich bin ehrlich gespannt, wie sich dieser blog entwickelt, ob ich genug Engagement aufbringe, den zu pflegen.

Nun gut..

Ich bin ja eher inkonsequent in solchen Sachen. Ich kann nichts regelmäßig machen. Auch bloggen nicht.

Ich versuche es aber.